Kriminalitätsstatistik Oberpfalz Höchste Aufklärungsquote seit zehn Jahren

Leitender Kriminaldirektor Robert Fuchs (links), Polizeipräsident Gerold Mahlmeister (Mitte) und Polizeivizepräsident Thomas Schöniger stellen den Sicherheitsbericht 2018 vor. Foto: Albert Brück

Das Polizeipräsidium Oberpfalz hat am Dienstag seine Kriminalstatistik für das Jahr 2018 veröffentlicht. Die gute Nachricht: Die Aufklärungsquote ist so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die schlechte Nachricht: Auch 2018 ist die Anzahl der Straftaten wieder angestiegen. 

Insgesamt zählten die Polizisten in der Oberpfalz im vergangenen Jahr 44.795 begangene Straftaten. Dabei wurden Verstöße nach dem Aufenthaltsrecht nicht berücksichtigt. Rechnet man diese mit ein, sind es 46.974 Fälle. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 421 Fälle mehr, was einem Anstieg von 0,9 Prozent entspricht. In der Langzeitbetrachtung handelt es sich aber immer noch um den zweitniedrigsten Wert seit zehn Jahren. 

Am stärksten zurückgegangen ist die Anzahl der Straftaten laut der Statistik im Landkreis Regensburg (-5 Prozent). Auch im Landkreis Cham ist ein spürbarer Rückgang zu verzeichnen (-3,8 Prozent). Sprunghaft angestiegen sind dagegen die Fallzahlen im Landkreis Neumarkt: Hier wurden 2018 insgesamt 4.064 Straftaten gezählt, was einem Anstieg von 14,5 Prozent entspricht. Ebenfalls angestiegen ist im vergangenen Jahr die Aufklärungsquote: Diese liegt in der Oberpfalz mittlerweile bei 68,3 Prozent. Das ist der beste Wert seit zehn Jahren.

Kriminalitätsstatistik Oberpfalz 2019

Auch über die einzelnen Delikt-Felder gibt die Statistik Aufschluss: Demnach bescheren Diebstähle der Polizei in der Oberpfalz immer noch die meiste Arbeit (29,2 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgen die sogenannten Rohheitsdelikte, zu denen beispielsweise Körperverletzungen gehören (16,8 Prozent), und Vermögensdelikte (13,9 Prozent).

Auffällig ist der Anstieg bei den Sexualdelikten: Hier zählte die Polizei im vergangenen Jahr 704 Fälle, was einem Anstieg von 8,3 Prozent entspricht. Ein Teil des Anstiegs ist allerdings auch auf die Novellierung des Sexualstrafrechts vom November 2016 zurückzuführen. So wurden sexuelle Belästigungen vor der Umstellung beispielsweise "nur" als Beleidigung gewertet und fielen somit unter "Sonstige Straftaten". Dementsprechend haben sich mehrere Fälle durch die Neuregelung "verschoben". 2017 – also unmittelbar nach der Umstellung – war der Anstieg mit 50,8 Prozent noch deutlicher spürbar. 

Insgesamt ist die Polizei mit der Entwicklung in der Oberpfalz aber zufrieden. Im direkten Vergleich gehört sie immer noch zu den sichersten Bezirken in Bayern

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