Kriminalität Asylbewerber ausgebeutet: Deutscher unter Verdacht

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild

Ein Deutscher soll laut Polizei in Österreich 233 Asylbewerber als Arbeitskräfte ausgebeutet haben. Der im oberösterreichischen Bezirk Vöcklabruck wohnende 63-Jährige habe die Iraker vor allem für Reinigungsdienste im Alpenland vermittelt und bis zu 17 Stunden am Tag arbeiten lassen, berichteten die Ermittler am Dienstag. Es handele sich um einen Fall von Menschenhandel, organisierter Schwarzarbeit und schwerem Betrug.

Der Verdächtige stammt demnach aus dem sächsischen Landkreis Zwickau, er kam vor neun Jahren nach Österreich. Seit 2018 habe er Asylbewerber illegal als Scheinselbstständige beschäftigt, sagte die leitende Ermittlerin Ulrike Handlbauer der Deutschen Presse-Agentur.

Die rechtlich unerfahrenen Iraker, die kaum Deutsch sprachen, hätten nur 9,50 Euro pro Stunde erhalten und davon auch noch Steuern und Versicherung abziehen müssen. Die Polizei geht davon aus, dass der Verdächtige durch nichtbezahlte Abgaben und unrechtmäßig erhaltene Corona-Hilfen einen Gesamtschaden von rund 1,2 Millionen Euro verursacht hat.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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