Kriminalität Angriff in Reisebus: Beschuldigter soll in Psychiatrie

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Nach dem Angriff auf einen Fahrgast in einem Reisebus auf der Autobahn 9 in Mittelfranken soll über die Unterbringung des Beschuldigten in einer Psychiatrie entschieden werden. Die Hauptverhandlung im Sicherungsverfahren vor dem Landgericht in Nürnberg soll am 25. April beginnen, wie eine Justizsprecherin am Dienstag sagte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Der Antragsschrift zufolge ist aber nicht ausgeschlossen, dass er aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht in der Lage war, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, wie es in der Mitteilung des Landgerichts heißt.

Der Angriff hatte im September 2021 einen Großeinsatz der Polizei und eine Vollsperrung der A9 ausgelöst. Den Ermittlungen zufolge soll der damals 30-Jährige während der Fahrt von Dortmund nach Belgrad einen vor ihm sitzenden 20-Jährigen unvermittelt angegriffen, ihn auf den Boden geschleudert und ihm mehrmals gegen den Kopf getreten haben. Außerdem soll er einer Frau ins Gesicht geschlagen haben.

Zwei Ersatzbusfahrer konnten ihn schließlich wegdrängen. Spezialeinsatzkräfte der Polizei nahmen ihn später auf der A9 zwischen Hilpoltstein und Greding widerstandslos fest. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat für die Hauptverhandlung bis Ende Juni zunächst zehn weitere Termine angesetzt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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