Kostenlose Aktion Chamer Sportvereine bieten Sportabzeichen-Training

Landrat Franz Löffler (vorne, Dritter von links), Eva Liedtke von der Gesundheitsregion-Plus (rechts daneben), Hedwig Bloch vom BLSV (hinten, Dritte von links), Reinhold Huger von der Sportförderung (hinten rechts) und die Sportvereinsvertreter stehen hinter dem Projekt. Foto: Sonja Seidl

Weit- und Hochsprung, Schimmen, Radeln, Gerätturnen - lange her, sagen einige und denken dabei zurück an den Sportunterricht. Doch eigentlich könnte man diese Übungen wieder anpacken, auch deswegen, weil regelmäßiger Sport gesund ist.

"Kostet nix, tut nicht weh und macht das Leben lebenswerter", so kommentiert Landrat Franz Löffler die neue Aktion, die die Gesundheitsregion-Plus mit Sportvereinen gestartet hat. Titel: "Der Landkreis Cham bringt dich in Bewegung - wir machen Sportabzeichen."

Auch für Nichtmitglieder

Der wichtigste Aspekt: Die Sportvereine bereiten Interessierte gezielt im Training auf das Abzeichen vor - und zwar kostenlos und ohne Vereinsmitgliedschaft. In 14 Kommunen gibt es Vorbereitungskurse. Eva Liedtke von der Gesundheitsregion-Plus hat mit ihnen starke Partner für die Aktion gefunden. Außerdem wolle man keine Parallelstruktur aufbauen, wie sie betont. Einige Vereine bieten bereits regelmäßige Sportabzeichen-Abnahme an: so der ASV jeden Dienstag ab 18 Uhr - er hat zudem zwei duale Studentinnen ausgebildet, die zur Abnahme befähigt sind. Außerdem nimmt Simon Zierl das Abzeichen für Behindertensportler ab. Auch der TV Bad Kötzting bietet von Mai bis Oktober jeden ersten Donnerstag Gelegenheit. Die DJK Vilzing zählt jährlich gut 40 Teilnehmer, beim TB 03 Roding haben allein vergangenes Jahr 170 Sportler das Abzeichen gemacht - mit einer Altersspanne von sechs bis gut 87 Jahren. Beim SpVgg Eschlkam konnte man indessen neben den Kids auch manche Eltern fürs Sportabzeichen gewinnen.

"Ist kein Wettkampf"

Ein Problem teilen alle Sportvereine: Von selber kommt keiner. "Neue finden, das ist schwierig", beobachtet TB 03-Vorsitzender Dr. Reinhold Schoierer. "Aber wenn jemand mal dabei ist, macht es immer Spaß." Wenn auch beim Abzeichen nichts geschenkt werde, wie er versichert. Und: Mit einmaligem Training ist es in der Regel nicht getan. "Im Grunde braucht es schon Leute, die permanent sportlich tätig sind", erklärte Hedwig Bloch. Die Sportabzeichen-Referentin des Bayerischen Landessportverbandes BLSV ist zur Vorstellung, auch wie die Vereinsvertreter, in den Großen Sitzungssaal des Landratsamtes gekommen. 2012 ist das Sportabzeichen hundert geworden. Bei dem Wettbewerb handelt es sich um die höchste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfes. Für Bloch mehr "Spaß und ein Kampf mit sich selbst", aber kein Wettkampf.

Stichwort: Prävention

Trotzdem sei diese Option der sportlichen Betätigung nicht jedem bewusst, wie Löffler einwarf. Dabei sei es auch eine Sache der Eigenverantwortung, wie er findet. Und sie fällt als Form der Gesundheitsvorsorge in den Tätigkeitsbereich der Gesundheitsregion-Plus.

Die Aktion findet im Rahmen des Herzjahres des bayerischen Gesundheitsministeriums statt und wird durch dessen Sonderförderung finanziert.

Abzeichen und Training

Das Sportabzeichen ist möglich ab sechs Jahren. Kinder und Jugendliche sind in Zwei-Jahres-Abschnitte, Erwachsene in Fünf-Jahres-Abschnitte zusammengefasst. Die Disziplinen umfassen (für Erwachsene) unter anderem Lauf und Sprint, Walking, Schwimmen, Radfahren, Medizinball, Kugel- und Steinstoßen, Standweitsprung, Geräteturnen, Hoch- und Weitsprung, Schleuderball und Seilspringen.

Vorbereitungskurse gibt es beim ASV Arrach, ASV Cham, Chamer Squash Club, DJK Vilzing, FC Chammünster, SpVgg Eschlkam, TB03 Roding, TSV Falkenstein, TSV Pemfling, TSV Sattelpeilnstein, TTC Lam, TV Bad Kötzting und TV Waldmünchen

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