Konservenfabrik in Mamming 75 Kontaktpersonen mit Corona infiziert

Bei einer Nachtestung in einer Konservenfabrik in Mamming wurden nun 75 weitere Corona-Fälle bekannt. (Symbolbild) Foto: Sven Hoppe/dpa/Archiv

Das Corona-Management verlangt neben der Quarantäne die Nachtestung von Kontaktpersonen der Infizierten. Im Zuge einer solchen Nachtestung in der Konservenfabrik in Mamming ergaben sich erwartungsgemäß weitere Positiv-Befunde bei Mitarbeitern. Von den rund 300 getesteten Kontaktpersonen waren 75 mit Corona infiziert. Umgehend wurde deren Trennung von den negativ Getesteten umgesetzt.

Am zweiten Produktionsstandort der Konservenfabrik in Simbach steht am Mittwoch die erforderliche Nachtestung von 40 Kontaktpersonen an.

Nachdem zwischenzeitlich eine größere Anzahl von Genesenen aus der Quarantäne entlassen wurde, befinden sich in der Gemeinde Mamming aktuell noch 190 Infizierte in Quarantäne. Diese endet in der Regel nach 10 Tagen, wenn in den letzten beiden Tagen der Quarantäne keine Krankheitssymptome auftreten.

Aufgrund des hohen Infektionsaufkommens mit zunächst mehr als 150 Corona-Infizierten hatte das Landratsamt Anfang letzter Woche bereits eine vorübergehende Stilllegung der Mamminger Konservenfabrik angeordnet. Zur Ermittlung der Infektionsherde und der Verteilungswege wurde das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) als höchste Fachstelle Bayerns hinzugezogen. Experten des LGL haben sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht und auch das von der Betriebsleitung überarbeitete Hygienekonzept geprüft.

Betriebsschließung aufgehoben

Noch ehe ein Prüfbericht dazu vorlag, hat nun das Verwaltungsgericht Regensburg einem Antrag der Betriebsleitung stattgegeben und die vorübergehende Betriebsschließung aufgehoben. Damit kann die Mamminger Konservenfabrik ab Mittwoch die Produktion wieder aufnehmen.

Landrat Werner Bumeder ist besorgt über die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes: „Angesichts der weiterhin hohen und sogar noch gestiegenen Infektionszahlen würde ich die Verantwortung für eine Wiederaufnahme des Betriebs ohne Testat der Fachleute nicht übernehmen.“ Die Eindämmung der Infektion und der Schutz der Bevölkerung stünden weiterhin im Vordergrund. „Ich wünsche mir nicht nochmal ein derartiges Infektionsgeschehen in einem Betrieb“, so der Landrat. Man werde den Beschluss des Verwaltungsgerichtes natürlich prüfen.

„Es bleibt zu hoffen, dass es in dem Betrieb zu keinem weiteren größeren Ausbruch kommt“, sagt Landrat Werner Bumeder. Er begrüßt außerdem, dass die Bayerische Staatsregierung nun verpflichtende Testungen für neuankommende Saisonarbeitskräfte in Betrieben mit mehr als zehn Mitarbeitern beschlossen hat.

An den Corona-Testzentren im Landkreis haben sich zwischenzeitlich annähernd 7.500 Bürgerinnen und Bürger freiwillig testen lassen. Drei Befunde waren bislang positiv. Bei zwei der drei Infizierten handelt es sich um Reiserückkehrer.

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