Konflikte Südsudan: USA wollen Friedensprozess nicht länger begleiten

Gewehre liegen in Yambio auf dem Boden - der Bürgerkrieg im Südan wurde 2018 offiziell beendet. Foto: Sam Mednick/AP/dpa

Südsudan wird von blutigen Konflikten zerrissen - der Friedensprozess in dem Land wird künftig ohne die USA weitergehen. Washington wirft den Politakteuren einen «mangelnden politischen Willen» vor.

Die USA wollen den Friedensprozess im Südsudan wegen fehlender Bemühungen der politischen Führung in dem ostafrikanischen Land nicht länger begleiten.

Washington habe die Unterstützung der Beobachtungs- und Evaluierungskommission sowie des Waffenstillstands- und Sicherheitsüberwachungsmechanismus beendet, heißt es in einer Mitteilung des US-Außenministerium. Gleichwohl würden die USA dem Land weiter humanitäre Hilfe leisten.

Der Südsudan ist der jüngste Staat der Welt, er war erst 2011 vom Sudan unabhängig geworden. Er wird von blutigen Konflikten zerrissen, auch wenn der Bürgerkrieg 2018 offiziell beendet wurde. "Die Vereinigten Staaten bedauern das Versagen der südsudanesischen Führer, die Verpflichtungen umzusetzen, die sie eingegangen sind, um dem Südsudan Frieden zu bringen", heißt es in der Mitteilung des State Department. Washington warf den Akteuren einen "mangelnden politischen Willen" vor, nötige Reformen umzusetzen.

Die USA würden die UN-Mission im Südsudan (Unmiss) weiter unterstützen und dem Land eine Milliarde Dollar (etwa identisch in Euro) humanitäre Unterstützung und Entwicklungshilfe leisten. Laut UN-Entwicklungsprogramm UNDP gehört der Südsudan zu den vier ärmsten Ländern der Welt und steht beim Index für menschliche Entwicklung auf dem 185. von 189 Plätzen. An der Unmiss ist auch die deutsche Bundeswehr beteiligt, laut Mandat mit bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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