Konferenz Rabbinertreffen: prominente Gäste aus Religion und Politik

Rabbiner aus Europa, den USA und aus Israel treffen sich ab heute zu einer dreitägigen Versammlung in München. Auf Einladung der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) werden rund 400 Teilnehmer erwartet - neben hochrangigen Religionsvertretern auch Politiker wie Österreichs Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, und EU-Vizekommissionspräsident Margaritis Schinas. Der CER-Präsident und Moskauer Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt wird das Treffen am Nachmittag (16.00 Uhr) gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eröffnen.

Abends lädt der Freistaat zu einem Gala-Diner, bei dem Charlotte Knobloch für ihr Lebenswerk geehrt werden soll. Die 89-Jährige ist Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und stand von 2006 bis 2010 an der Spitze des Zentralrats der Juden in Deutschland. Zuvor erhält die EU-Antisemitismus-Beauftragte Katharina von Schnurbein den Rabbi Moshe Rosen Preis.

Die Konferenz steht unter dem Motto "Rabbinische Führung in Zeiten von Pandemie und Krieg - Der Dienst an Gott und der Gemeinschaft in einer neuen Realität". Die Rabbiner wollen unter anderem über einen Ethikkodex beraten und Herausforderungen wie die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine besprechen. Weitere Themen sollen die Wahrung der Religionsfreiheit, die Bekämpfung von Antisemitismus und die künftige Gestaltung des Gemeindelebens sein.

Der Mittwoch steht im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Zum Abschluss der Konferenz ist eine Gedenkstunde auf dem Gelände des ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslagers in Dachau geplant, zu der auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erwartet wird.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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