Kommentar zu Schlachtbetrieben Heil räumt auf

Verbraucher sollen bereit sein, mehr Geld für Fleisch zu bezahlen - wenn in Tierschutz investiert wird und etwas bei den Bauern ankommt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Die Corona-Krise hat ein Schlaglicht auf eine Branche geworfen, von der viele ahnten und nicht wenige wussten, dass dort einiges im Argen liegt. Deshalb war ein Großteil der Empörung in der Politik über die Zustände beim Schlachtkonzern Tönnies und die menschenunwürdigen Bedingungen, unter denen Arbeiter untergebracht waren und schuften mussten, wohlfeil.

All das Gerede über Regress, den man vom Fleischbaron für den Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf verlangen wolle, die Attacken auf das Unternehmen, weil es beim Land Lohnersatz beantragt hat, sollten nicht zuletzt vom eigenen Versagen ablenken. Denn viel spricht dafür, dass Richter am Ende langer Verfahren feststellen, dass Tönnies sich im Wesentlichen an die Gesetze gehalten und die Möglichkeiten zur Kostensenkung genutzt hat, die die Politik ihm und anderen gegeben hat. 

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