Kommentar zu Bayerns Corona-Kurs Der Flickenteppich bleibt

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht Anlass zu "ernster und großer Sorge", wie er bei der Kabinettssitzung sagt. Foto: Stefanie Loos/afp Pool/dpa

War da am Mittwoch in Berlin irgendwas? Etwas Bedeutendes kann es nicht gewesen sein, denn die bayerische Staatsregierung unter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) setzte am Donnerstag ihren Pandemie-Bekämpfungskurs unbeirrt von Berliner Vorgaben fort.

Nicht einmal an das höchst umstrittene Beherbergungsverbot, das der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof für das Nachbarland zur selben Zeit kippte, legte das Söder-Kabinett Hand an. Bis auf Weiteres bleibt es dabei: Wer aus außerbayerischen Corona-Hotspots kommt, muss in Bayern unter der Brücke nächtigen.

Mit der Forderung nach Vereinheitlichung und vielen Warnungen und Mahnungen war der CSU-Vorsitzende nach Berlin gereist. Doch der bundesdeutsche Flickenteppich erwies sich als zähes Möbelstück. Die Bayern verstehen unter den Vereinbarungen der Ministerpräsidenten vom Mittwoch nunmehr das, wovor ihr Landesvater einen Tag zuvor noch gewarnt hatte: als kleinsten gemeinsamen Nenner, als mehr oder weniger selbstverständlichen "Mindestbeschluss", auf dem jeder aufbauen kann, wenn er es für nötig hält.

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