Sie haben wieder einmal die Köpfe zusammengesteckt, die Bildungsminister von Bund und Ländern, und sich Gedanken darüber gemacht, wie viele Lehrer in den kommenden Jahren wohl gebraucht werden. Das Problem ist: In den vergangenen Jahrzehnten haben die Ressortchefs mit ihren Prognosen ziemlich danebengelegen und den Bedarf viel zu niedrig angesetzt. Teils, weil sie Indikatoren ignoriert haben, teils, weil Entwicklungen bei der Prognose 2013 noch nicht absehbar waren. Und auch bis 2030, bis dahin zielt die aktualisierte, besorgniserregende Vorhersage, wird viel passieren.

Es ist also ein Stück weit Kaffeesatzleserei. Eigentlich müsste die Bedarfsplanung Jahr für Jahr aktualisiert werden. Doch auch so ist klar: Es herrscht dringender Handlungsbedarf. Der Lehrermangel ist gerade dort dramatisch, wo sich Deutschland keine Defizite erlauben kann: in den Grundschulen, wo die Basis für die Bildungskarriere gelegt wird. Bei Sonderpädagogen, die für Inklusion und Integration eine zentrale Rolle spielen. An den Berufsschulen, auf die es bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels ankommt. Zum Teil ist die Misere schon in den Gymnasien angekommen, obwohl die für Lehramtsabsolventen besonders attraktiv sind.

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