Kommentar Wider den Pendlerwahnsinn

Pendler drängen in der U-Bahnstation am Münchner Ostbahnhof in eine einfahrende U-Bahn. Die bayerische Landeshauptstadt ist auch Pendlerhauptstadt. Foto: Marco Krefting/dpa

Es nervt und macht krank, es schädigt die Umwelt und das Klima. Und dennoch nimmt die Zahl der Berufspendler in Deutschland weiter zu. Die Strecke, die die Beschäftigten - vielfach allein und im eigenen Pkw - zum Arbeitsplatz zurücklegen, wird im Schnitt immer länger. Das liegt nicht allein am Beschäftigungszuwachs der vergangenen Jahre. Viele Menschen können es sich wegen der hohen Mieten schlichtweg nicht mehr erlauben, in der Stadt und damit in der Nähe ihres Arbeitsplatzes zu wohnen. So wird der Mietwahnsinn zum Pendlerwahnsinn. Der öffentliche Personennahverkehr ist in vielen Regionen keine realistische Alternative zum Auto.

Vielerorts sind überfüllte Busse und Züge die Regel, schlechte Verbindungen mit geringer Taktung. Und das häufig noch für eine Menge Geld. Wen wundert es da, dass viele Arbeitnehmer lieber die Strapazen des Staus in Kauf nehmen? Es wäre ein Fehler, jene, die pendeln müssen, durch eine Streichung der Pendlerpauschale zusätzlich zu bestrafen. Durch eine kluge Politik könnte Pendelei mit dem Pkw jedoch verringert werden. Dazu gehört ein moderner ÖPNV, der das Umsteigen erleichtert, weil er eine attraktive Alternative bietet. 

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