Im Zusammenhang mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) häufen sich die Ereignisse, die mit dem Adjektiv "letzte" versehen sind und am Ende einer fast 16-jährigen Ära zugleich als historisch bezeichnet werden können. Am Donnerstag gab es gleich zwei dieser Termine: ihre aller Voraussicht nach letzte Regierungserklärung und ihr wahrscheinlich letzter EU-Gipfel.

Sollte Merkel so etwas wie Abschiedsschmerz empfunden haben, hat sie sich das zumindest nicht anmerken lassen. Schon gar nicht ließ sie sich zu Pathos hinreißen. Der war ihre Sache in den vergangenen Jahren nicht, und das ändert sich auch nicht auf der Zielgeraden.