In seiner Regierungserklärung hat Gesundheitsminister Jens Spahn abermals die Beschaffung des Corona-Impfstoffs durch die EU-Kommission verteidigt. "Den europäischen Weg zu gehen, liegt im nationalen Interesse Deutschlands und unserer Bürgerinnen und Bürger", sagte der Christdemokrat. Seltsam bloß, dass er selbst sehr zum Ärger der EU-Kommission zwischenzeitlich im Alleingang bei Biontech in Mainz 30 Millionen Impfdosen nachgeordert hat. Allzu groß kann das Vertrauen in Brüssels Weisheit also nicht gewesen sein. Natürlich spricht viel für europäische Solidarität. Doch muss offen und ehrlich analysiert werden, was schiefgelaufen ist und künftig besser zu funktionieren hat.