Kommentar: Sicherheitsdatenbanken Es braucht Schutz vor Fehlern

Das Europaparlament hat einer besseren Vernetzung der Sicherheitsdatenbanken in der EU zugestimmt. (Symbolfoto) Foto: dpa

Lange Jahre haben die Behörden der Europäischen Union mit viel Stolz darauf verwiesen, dass die unterschiedlichen Datenbanken nicht durchlässig waren. Der Grund liegt auf der Hand: Zum einen wollte man möglichen Missbrauch verhindern, zum anderen Fehler ausschließen. Denn die entstehen fast schon zwangsläufig, wenn unterschiedliche Systeme und ihre Informationen automatisiert zusammengeführt werden. Ob dabei am Ende die richtigen oder falschen Schlüsse herauskommen und eine legale oder illegale Identität ergeben, kann genau genommen niemand mehr kontrollieren.

Kenner der Szene weisen seit Langem darauf hin, dass bisherige Versuche solcher "Interoperabilität" immer gescheitert sind. Entweder, weil sie schlicht nicht funktionierte. Oder aber, weil die Ergebnisse Unsinn waren. Denn tatsächlich kann man auch zu viele Daten haben, die einer Analyse von erfahrenen Sicherheitsexperten im Weg stehen. Die USA haben dies bitter lernen müssen. Denn die Attentäter von New York und Washington blieben nicht wegen fehlender Daten unentdeckt, sondern wegen zu vieler Informationen, die die Behörden auch noch falsch interpretierten. Diesen Fehler darf die EU nicht wiederholen.

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