Kommentar Selbstbetrug beim Klimaschutz

Die gesteckten Ziele der Energiewende in Deutschland sind nur eine Illusion. Die Realität ist bitter. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

In zehn Jahren sollen hierzulande zwei Drittel des Stroms aus grünen Quellen stammen. Windräder, Solarfelder und Biogasanlagen werden Deutschland mit klimafreundlicher Energie versorgen, so der schöne Plan.

Aktuell sind es knapp über 40 Prozent. Das Ziel binnen eines Jahrzehnts zu erreichen, wird ungemein schwierig. Vielerorts stellen sich die Bürger gegen neue Stromleitungen und Windräder. Aber nicht deshalb, sondern aus einem ganz anderen Grund ist die Zweidrittelmarke völlig illusorisch. Denn bis 2030 wird der Stromverbrauch deutlich steigen. Millionen Elektroautos sollen bis dahin Benziner und Diesel nach und nach verdrängen. Für die Digitalisierung wird viel mehr Rechenleistung und Computerspeicherplatz benötigt als heutzutage. Wenn die Industrie parallel dazu deutlich weniger Kohlendioxid aus ihren Schornsteinen in die Luft blasen soll, wird sie dafür klimafreundlichen Wasserstoff verbrennen müssen. Dieser wird durch das chemische Verfahren der Elektrolyse gewonnen, für das Ökostrom eingesetzt werden soll. Unter dem Strich heißt das nichts anderes, als dass in zehn Jahren viel mehr Windräder und Photovoltaikanlagen errichtet werden müssten, als bislang geplant. 

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