Kommentar Russland wie in alten Zeiten

Proteste in Moskau: In Russland wächst die Kluft zwischen Volk und Staatsmacht. Foto: dpa

Auf einem Testgelände im Norden Russlands kommt es offenbar zu einem schweren Nuklear-Unfall. Mehrere Menschen sterben, die lokalen Behörden messen Radioaktivität. Doch die Regierung in Moskau wiegelt ab.

Statt seine Pflicht zu erfüllen und die Öffentlichkeit zu informieren und zu schützen, überlässt man sie sich selbst mit ihren Ängsten und verharmlost, beschwichtigt und dementiert. So, wie man es noch allzu gut aus der Sowjetunion kennt. So, wie man es aus dem Reich des einstigen KGB-Agenten und "lupenreinen Demokraten" Wladimir Putin kennt, der seit nunmehr 20 Jahren mit harter Hand in Russland regiert. Doch er ist längst nicht mehr unumstritten.

Gesellschaft im Aufbruch

Die Proteste gegen den Ausschluss von Oppositionskandidaten bei den Regionalwahlen haben Putin und seine Nomenklatura eiskalt erwischt. Sie hatten schon nicht damit gerechnet, dass es die Kreml-Gegner schaffen würden, die hohen Hürden für eine Zulassung zu überwinden. Als es ihnen gelang, wurden sie unter fadenscheinigen Gründen ausgeschlossen.

Die Machthaber wollen sich nicht demokratisch kontrollieren und auf ihre klebrigen Finger schauen lassen, sondern im Regionalrat unter sich bleiben. Doch Russlands Bevölkerung verändert sich. Das Bild der russischen Jugend, die einig und entschlossen hinter Putin steht, hat Risse bekommen.

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