Kommentar Mersad Selimbegovic: Mut des Jahn zahlt sich aus

Mersad Selimbegovic. Foto: Sascha Janne

Vor einem halben Jahr wurde Mersad Selimbegovic zum Cheftrainer von Jahn Regensburg befördert. Es war eine auf den ersten Blick mutige, aber völlig richtige Entscheidung. Ein Kommentar.

Es war der 31. Mai dieses Jahres, als Mersad Selimbegovic den Pressekonferenz-Raum der Continental Arena betrat und als neuer Cheftrainer des SSV Jahn Regensburg vorgestellt wurde. Der vormalige Co-Trainer war der Auserwählte von Geschäftsführer Christian Keller und sollte dem in die Bundesliga abgewanderten Achim Beierlorzer nachfolgen. Eine Entscheidung, die sich nach einem halben Jahr schon voll bezahlt gemacht hat.

Es war eine mutige Entscheidung - allerdings nur auf den ersten Blick. In der Außenwahrnehmung war die Beförderung von Selimbegovic im Sommer sicher überraschend. Auf den zweiten Blick war es aber eine logische und folgerichtige Entscheidung. Denn Selimbegovic ist lange im Verein, kennt den Jahn wie kaum ein Zweiter. Er identifiziert sich mit dem Club und hat die Spielidee, die den Jahn in den vergangenen Jahren so erfolgreich gemacht hat, maßgeblich mitentwickelt.

Schon damals sagte Christian Keller: "Mersad ist in all den Kriterien, die wir für die Position des Jahn Cheftrainers definiert haben, der eindeutig passfähigste Kandidat." Das heißt: er passt mit seiner Persönlichkeit und Spielidee zum Verein und kann Spieler entwickeln. Heute sagt der Geschäftsführer: "Mersad erfüllt all diese Kriterien mit Bravour. Das war vor dem Start seiner Tätigkeit bereits klar und wird von ihm seither jeden Tag aufs Neue bestätigt. Der SSV Jahn kann sich glücklich schätzen, Mersad zum Cheftrainer zu haben."

Die Entscheidung, Selimbegovic zum Cheftrainer gemacht zu haben, kann schon heute als richtig eingestuft werden. Mit 20 Punkten aus 15 Spielen steht der Jahn wieder gut da - trotz eines größeren Umbruchs im Sommer, den Selimbegovic sehr gut moderiert hat. Sportlich gab es in der bisherigen Saison Höhen wie den Punktegewinn gegen den HSV oder den 5:0-Erfolg in Wiesbaden sowie Tiefen wie das Pokal-Aus in Saarbrücken oder die Niederlage in Fürth. Insgesamt zeigt die Entwicklung der Mannschaft und auch der Ergebnisse aber nach oben. Dazu präsentiert sich Selimbegovic nach außen als nahbarer und sympathischer Botschafter des Vereins, der auch im Geschäft Profifußball bodenständig auftritt und das Menschliche nicht vergisst.

 

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