Wenn mit Gitta Connemann (CDU) die stellvertretende Fraktionschefin ihrer Union bescheinigt, in der schwersten Vertrauenskrise seit Helmut Kohls Spendenaffäre vor 20 Jahren zu stecken, zeigt das, wie groß die Panik bei CDU und CSU ist. Zu Recht.

Zwar ging es damals um den langjährigen Kanzler und CDU-Chef, nicht "nur" um - bislang - zwei Abgeordnete. Dennoch ist der politische Schaden gewaltig. Denn wenn Politiker sich in der größten Krise des Landes an der Not bereichern und sich die Taschen vollstopfen, ist das so widerlich, dass es auf ihre jeweiligen Parteien abstrahlt.