Kommentar Marco Sturm hinterlässt große Fußstapfen

Abpfiff als Bundestrainer heißt es nach dem Deutschland Cup für Marco Sturm. Foto: dpa

Marco Sturm hört als Bundestrainer auf und wechselt in die NHL. Für Sturm eine große Chance, für das deutsche Eishockey ein großer Verlust. Ein Kommentar.

Der Zeitpunkt: überraschend! Die Tatsache, dass es Marco Sturm als Trainer in die NHL zieht, überrascht aber keineswegs. Der Bundestrainer hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er nach seiner erfolgreichen Spielerkarriere gerne auch als Coach in der besten Liga der Welt tätig sein möchte. Für Sturm bietet sich nun eine große Chance, für das deutsche Eishockey ist es ein großer Verlust.

Seit 2015 ist Sturm Trainer der Eishockey-Nationalmannschaft und hat in den drei Jahren eine einmalige Erfolgsgeschichte geschrieben. Der Höhepunkt: Silber bei den Olympischen Winterspielen in diesem Jahr. Es war der größte Triumph in der Geschichte des deutschen Eishockeys.

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Sturm hat aber nicht nur auf der sportlichen Seite überzeugt. Mit seiner bodenständigen Art hat er Sympathien gewonnen, er war das Gesicht einer Sportart. Der gebürtige Niederbayer hat es geschafft, Spieler wie Fans wieder richtig für die Nationalmannschaft zu begeistern und neue Fans der Sportart hinzuzugewinnen.

Dass Sturm nun seine Zelte beim DEB abbricht, ist ein harter Schlag für die Nationalmannschaft. Dass er sich den Traum von der NHL erfüllen will – noch dazu bei den Los Angeles Kings, für die er schon als Spieler aktiv war – ist nachvollziehbar. Sein Nachfolger als Nationaltrainer wird es nicht einfach haben, denn Sturm hinterlässt große Fußstapfen.

 
 

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