Ein Geheimdienstchef, der Teile der Regierung, für die er arbeitet, vor seinen europäischen Amtskollegen als "linksradikal" bezeichnet - unvorstellbar. Doch Hans-Georg Maaßen hat genau das getan und damit auf gröbste Weise seine Pflicht zur Loyalität verletzt. Wie schon bei seinen umstrittenen Äußerungen zu den rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz hat Maaßen zudem keine Anstalten gemacht, seine verschwörungstheoretischen Behauptungen mit Beweisen zu untermauern.

Maaßen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht verziehen, dass sie seine Bedenken in der Flüchtlingspolitik nie ernst genommen, ihn noch nicht einmal persönlich angehört hat. Seither führt er einen unerbittlichen Kreuzzug gegen seine oberste Dienstherrin. Schutz bot bisher sein direkter Vorgesetzter Horst Seehofer, der ihn gewähren ließ, weil er die Kritik an Merkels Flüchtlingspolitik teilt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 06. November 2018.