Es war ein Schlüsselmoment im Prozess wegen des heimtückischen Mordes am früheren Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU). Das erneute Geständnis des Hauptverdächtigen Stephan Ernst, das sehr glaubwürdig klang, wird dem Gericht seine schwierige Aufgabe erleichtern.

Ob die Reue und die Einsicht in die Abscheulichkeit der Tat, die Ernst am Mittwoch gezeigt hat, echt waren, oder ob es sich um den Versuch handelte, einer lebenslänglichen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung zu entgehen, die eine Entlassung nach 15 Jahren ausschließt, hat das Gericht zu beurteilen.