Die erstmals in München stattfindende "IAA Mobilty" hat mit den Frankfurter Vorgängerveranstaltungen ungefähr so viel zu tun wie ein ICE-Zug mit einer Dampflokomotive. Hinreichend ist kommuniziert worden, dass die Münchener Mobilitätsmesse nicht mehr aus PS-strotzenden Benzinfressern besteht, die von spärlich bekleideten Damen präsentiert werden. Mobilität steht im Mittelpunkt, überwiegend elektrisch betriebene. Die beteiligten Autofirmen dürften sich hüten, entgegen dem Zeitgeist fossil befeuerte Boliden für Bestverdienende in den Vordergrund zu stellen.

Die IAA Mobility ist eine "Wir haben verstanden"-Messe, wenn auch zugegebenermaßen nicht unbedingt eine "Wir haben's eingesehen"-Bußveranstaltung. Sei's drum: Wenn nun nicht mehr PS, Beschleunigungswerte und Höchstgeschwindigkeit, sondern die möglichst klimafreundliche Mobilität in den Mittelpunkt stellt, dann ist das doch eigentlich für die Umwelt- und Klimaschutzbewegung ein beachtlicher Erfolg. Doch einige wollen das nicht so sehen, sondern halten an der eingängigen Formel "Der Feind ist das Auto" fest.