Klar, niemand möchte in der Verantwortung stehen, Entscheidungen treffen zu müssen, wie man mit der Pandemie umzugehen hat. Politiker aber müssen das tun und weil sie selber nicht über das nötige Fachwissen verfügen, werden sie von Fachleuten (Drosten, Wieler etc.) beraten. Trotzdem wundert sich der Laie über die oft nicht nachvollziehbaren Aussagen, etwa bestimmter Zahlen.

So die Inzidenzzahl, die vor einigen Monaten den sogenannten R-Wert, also den Faktor, der angibt, wie viele weitere Menschen ein Infizierter rechnerisch ansteckt, als maßgeblicher Richtwert abgelöst hat. Das ist kaum nachvollziehbar, weil in der Zwischenzeit bis zu 700.000 Menschen pro Tag in der Bundesrepublik getestet werden, während es bei der ersten Welle vielleicht nur wenige Tausend am Tag waren, wenn überhaupt. Wo also ist da die Relation?