Kommentar Länderspiel trotz Corona-Fällen: Fußball verliert an Akzeptanz

 Foto: Maik Hölter/imago

Trotz Corona-Fällen bei Gegner Ukraine spielt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Das lässt die Akzeptanz weiter sinken. Ein Kommentar.

Falls Sie es noch nicht wussten: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt am Samstagabend. Gegen die Ukraine. Trotz mehrerer Corona-Fälle beim Gegner. Bis zum Nachmittag wurde die Entscheidung hinausgezögert. Dann waren 35 Tests aus dem ukrainischen Team und Umfeld negativ. Die Ampel schaltete auf grün. Eine Entscheidung, durch die der Fußball weiter an Akzeptanz verlieren wird.

Oder wie will man es dem "Normalbürger" erklären, dass er als Kontaktperson 1 eines positiven Corona-Falls für 14 Tage in Quarantäne muss? Egal, wie die eigenen Tests ausfallen. Fußball wird gespielt, trotz mehrerer positiver Tests eines Teams. Weil Spieler eines Fußballteams, die sich zum Teil jubelnd in den Armen liegen, nicht als Kontaktperson eins zählen? Nachvollziehbar ist das nur schwer.

Deutschland befindet sich im "Lockdown light". Der Nicht-Profisportler darf aktuell weder ins Fitnessstudio noch in die Tennis-Halle, der Gastronom darf nicht öffnen und teilweise herrscht an der frischen Luft eine Maskenpflicht. Auf der anderen Seite reisen Fußballprofis für Testspiele oder unnötige Wettbewerbe wie die Nations League, ein Produkt der künstlichen Aufblähung des Fußballs, durch die Welt. Klar, schließlich müssen die TV-Millionen fließen. Dass der Fußball in dieser Zeit einmal mehr sein eigenes Süppchen kocht, wird ihn an Akzeptanz verlieren lassen.

 

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