Der Bundesrechnungshof senkt den Daumen: In ungewöhnlich scharfer Form kritisiert die Bonner Behörde die Schutzmaskenbeschaffung durch Jens Spahns Gesundheitsministerium. Wer in einer Krise nicht selbst entscheiden muss, sondern das Geschehen mit zeitlichem Abstand bewerten kann, ist fein raus.

Es stimmt: Es hat beim Kauf von Masken eine Menge Chaos gegeben, vieles ist schiefgelaufen. Doch wie war das noch, als sich das Virus im vergangenen Jahr immer schneller in der Republik ausbreitete? Klinikpersonal und Arztpraxen beklagten fehlende Schutzausrüstung, der Druck auf die Politik war enorm, während die Märkte praktisch leergekauft waren.