Es klingt nach Entspannung, nach einem Meilenstein im Kampf gegen die Corona-Pandemie: Baden-Württemberg und Berlin haben die Impf-Priorisierung bei Hausärzten beendet, Bayern und andere Länder werden folgen. Ab 7. Juni sollen die Mediziner nach dem Willen von Gesundheitsminister Jens Spahn bundesweit selbst entscheiden, wen sie wann impfen.

Das ist grundsätzlich auch sinnvoll. Schließlich kennen die Ärzte ihre Patienten und wissen, wer schnell geimpft werden sollte. Doch so verständlich es ist, dass die Politik im Wahljahr für positive Nachrichten sorgen will - es wäre besser gewesen, die Priorisierung schleichend und nicht mit einem großen Knall aufzuheben.