Der aktuelle Mindestlohn ist zu niedrig, er garantiert in viel zu vielen Fällen nicht einmal das Existenzminimum. Doch seine Erhöhung muss mit Umsicht und Augenmaß angegangen werden, nicht mit wohlfeilen Wahlkampf-Versprechen nach dem Motto "Wer bietet mehr". Zwölf Euro kündigen Grüne und SPD an für den Fall, dass sie an die Regierung kommen, 13 Euro die Linkspartei. Glatte, willkürlich gewählte Zahlen mit Preisschildcharakter, am Ende droht ein Überbietungswettbewerb.