Diesmal ist die Quote keine Option. In der K-Frage gibt es für die Grünen nur ein Entweder-oder. Entweder Mann oder Frau. Entweder Robert Habeck oder Annalena Baerbock wird die Sonnenblumenpartei in die Bundestagswahl führen. Eine gemeinsame Spitzenkandidatur wäre unsinnig. Schließlich können sich die Grünen erstmals tatsächlich Hoffnungen machen, von den Wählern im Herbst den Auftrag zur Regierungsbildung zu erhalten. Und im Kanzleramt gibt es auch keine Doppelspitze. Also Baerbock oder Habeck? Übernächste Woche, am 19. April, soll die Entscheidung fallen. Und es kann eigentlich nur eine geben: Baerbock wird es machen.

Die Ko-Vorsitzende hat erklärt, es wäre für sie ein "kleiner Stich ins Herz", die Kandidatur nicht zu übernehmen. Sie will also. Entsprechend hat sie auch darauf hingewiesen, dass kleine Kinder kein Hinderungsgrund für das Kanzleramt seien. Und Habeck? Der hat versichert, wenn Barbock antreten wolle, dann werde er ihr auch den Vortritt lassen. Es wäre also schon sehr erklärungsbedürftig, wenn ausgerechnet die Partei, die sich wie keine andere Feminismus und Gleichberechtigung auf die Fahnen geschrieben hat, diese Chance vergeben und wie die Union und die SPD ebenfalls mit einem Mann ins Rennen um das Kanzleramt gehen würde.