Das Urteil aus Luxemburg zeigt vor allem die begrenzten Möglichkeiten, gegen Steuerabsprachen von Mitgliedstaaten mit Großkonzernen vorzugehen. Dass Luxemburg und andere Staaten niedrige Abgabensätze als Instrument ihrer Wirtschaftspolitik nutzen, steht außer Frage.

Mehr noch: Diese Praxis hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) vor Jahren als legal beurteilt. Denn natürlich fließt die Frage der nationalen Steuersätze in die Entscheidung eines Unternehmens ein, wo es seinen Hauptsitz in der EU errichtet. Das war bei Apple oder Microsoft in Irland genauso wie bei Starbucks in den Niederlanden oder Amazon in Luxemburg.