Kommentar Drei Aufgaben für neue EZB-Chefin Lagarde

Christine Lagarde ist seit Freitag offiziell Chefin der Europäischen Zentralbank. Foto: dpa

Zu Allerheiligen hat Christine Lagarde den Chefposten der Europäischen Zentralbank eingenommen. Es ist kein leichtes Erbe, das ihr Mario Draghi hinterlassen hat. Zwar hat er der Französin mit der nächsten Runde der geldpolitischen Lockerung zunächst den Rücken freigehalten, aber das nur zum Preis des Widerstands der Nordländer. Dazu gehören Deutschland, Frankreich, Österreich und die Niederlande.

Eine nicht eben kleine Fraktion der Euro-Länder hält die Beschlüsse vom September für zu weitreichend. Lagarde wird sich um eine neue Einigkeit bemühen müssen, um den Riss zu kitten.

"Mein Ziel ist es, die Mitglieder des Zentralbankrats frühzeitig einzubeziehen", sagte sie neulich zu den Gräben im Gremium der Währungshüter. Die Aufgabe ist nicht nur zwischenmenschlicher Natur, sondern wird auch Leerstellen im theoretischen Überbau der Zentralbank schließen müssen. Offiziell kümmert sich die EZB allein um Preisstabilität in der Euro-Zone. Diese wird bei einer Inflation von knapp unter zwei Prozent als gegeben angesehen. Doch trotz eines langen Aufschwungs, sinkender Arbeitslosigkeit und der ultralockeren Politik der Notenbank bleibt die Teuerung darunter. In der Volkswirtschaft sind die Ursachen dafür noch nicht gut untersucht. Die Professoren vermuten, dass es damit zusammenhängt, dass weltweit immer mehr Menschen an der Produktion von Gütern beteiligt sind. Lagarde wird die Frage beantworten müssen, ob stabile Preise vielleicht schon mit einer Inflation von einem Prozent erreicht sind.

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