Am Montag war sie plötzlich da: jene ominöse Chance, die zuletzt so oft beschworene "Spaltung der Gesellschaft" zu überwinden. Statt wie bisher um Corona-Impfung und -Maßnahmen sollte es beim "Abendspaziergang" wie bei der Gegenkundgebung um Solidarität mit der Ukraine gehen. Ein gemeinsames Anliegen also. Sollte man meinen. Dem war aber nicht so. Weil die "Spaziergänger" das Thema Ukraine schlicht als Vehikel ihrer sattsam bekannten Befindlichkeiten missbrauchten. Was man dabei zu sehen und hören bekam, war schlicht beschämend.