Kommentar Den Sudanesen helfen

Soldaten in Khartum feiern die Absetzung des Langzeitherrschers Omar al-Baschir. Foto: AP/dpa

Die Menschen, die im Sudan mutig gegen ihren Langzeit-Diktator Omar al-Baschir aufbegehrt haben, wollten eine Revolution. Bekommen haben sie eine Militär-Junta, die zum Einstand den Ausnahmezustand und eine Ausgangssperre verhängt, und die das Volk mit der vagen Aussicht auf Wahlen in zwei Jahren abspeist hat.

Es erinnert an Ägypten: Als die Generale ihre Felle davonschwimmen sahen, ließen sie einen aus ihren Reihen über die Klinge springen, Hosni Mubarak, und griffen selbst nach der Macht.

Ähnliches dürfte Awad Ibn Auf vorschweben, dem neuen starken Man in Khartum. Doch anders als al-Sisi damals wird er vom Volk nicht mit offen Armen empfangen. Die Entfernung al-Baschirs aus dem Amt war für die Sudanesen und vor allem die Sudanesinnen, die die Proteste maßgeblich bestimmt haben, nur ein Etappensieg. Sie wollen mehr. Nicht nur der Kopf, sondern das ganze Regime, dass für Korruption, Unterdrückung, Misswirtschaft, Machtmissbrauch, Gewalt und Ausbeutung steht, soll verschwinden. Das sudanesische Volk hat es verdient, dass der Westen es dabei unterstützt.

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