Was wäre nun das Allerletzte, was die Republik in der Pandemie und am mutmaßlichen Beginn einer vierten Corona-Welle gebrauchen kann: Dass die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut (RKI) sich einen Streit auf offener Bühne darüber liefern, wie denn das Infektionsgeschehen zu bewerten ist. Wenn Gesundheitsminister Jens Spahn erklärt, mit steigender Impfrate verliere die Inzidenz die Aussagekraft, geht er aber nur scheinbar auf Konfrontationskurs zum RKI-Präsidenten Lothar Wieler.