Nein, man kann Angela Merkel nicht vorwerfen, kontroverse Themen wie die Menschenrechte im Dialog mit Chinas Staatsführung auszuklammern. Auch bei den Regierungskonsultationen im Digitalformat hat sie auf die Meinungsverschiedenheiten hingewiesen. Ministerpräsident Li Keqiang hat ihr zwar mehr oder weniger deutlich zu verstehen gegeben, die Deutsche solle sich nicht um Angelegenheiten kümmern, die sie nichts angingen, doch hat sich das Regime in Peking daran gewöhnt, die Kritik Merkels über sich ergehen zu lassen. Die Bundesrepublik ist schließlich ein wichtiger Wirtschaftspartner.