Kommentar Beschämende Statistik

Mehr als 1,5 Millionen Kinder in Deutschland sind auf Hartz IV angewiesen. Die Zahl sank innerhalb von drei Jahren leicht von 1,56 auf 1,51 Millionen im vergangenen Jahr, wie eine Datenauswertung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zeigt. Foto: Christian Charisius/dpa

Die Kinder trifft es besonders hart, wenn Eltern lange Zeit arbeitslos sind und wenn die Familie von Hartz IV abhängig ist. Eine spontane Verabredung ins Kino, in die Eisdiele oder zu einem Konzert, ein neues, cooles Smartphone - vieles ist einfach nicht drin. Besonders schlimm: Armut wird in Deutschland allzu oft vererbt. Vielen Kindern, die in Hartz-IV-Haushalten aufwachsen, wird es niemals gelingen, auf eigenen Beinen zu stehen. Ihnen droht eine "Karriere" im staatlichen Transfersystem.

Es ist beschämend, dass in diesem reichen Land so viele Kinder von Hartz IV leben müssen, und dass es ihren Familien offensichtlich seltener gelingt, sich aus ihrer Misere zu befreien, als Langzeitarbeitslosen insgesamt. Besonders schwierig ist die Situation Alleinerziehender. Die Gesellschaft darf sich nicht mit dieser untragbaren Situation abfinden. Politik, Schulen, Städte und Gemeinden, Verbände und Vereine - sie alle können mithelfen und dafür sorgen, dass möglichst alle Kinder mit guten Chancen ins Leben starten können.

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