Junge Leute, die mal was ins Internet stellen und dafür von einer Firma ein paar Euro kassieren oder eine Übernachtung in einem Hotel dafür bekommen, dass sie auf Instagram oder YouTube berichten, wie wohl sie sich dort gefühlt haben - die Zeiten sind vorbei. Social-Media-Marketing ist zum Big Business geworden, "Influencer" zu einem Beruf, und jene, die gut im Geschäft sind, verdienen sich damit eine goldene Nase. Ihr Urteil hat gerade bei jungen Leuten, die in den Netzwerken unterwegs sind, Gewicht. Wenn Idole sich in einem bestimmten Outfit präsentieren und ein Getränk oder einen Lippenstift anpreisen, klingeln die Kassen des Herstellers.

Doch wann ist die positive Darstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung Werbung, die als solche gekennzeichnet werden muss? Eigentlich logisch: Wer etwas empfiehlt und Geld oder etwas anderes dafür erhält, der macht Werbung und muss darauf hinweisen. Damit die Betrachter das Urteil entsprechend einordnen können. Wer aber von einer Creme oder einem Restaurant so begeistert ist, dass er dies ohne Gegenleistung kundtun möchte und auf die entsprechende Homepage verlinkt, kann auf den Werbehinweis verzichten. So hat es im Grundsatz auch der Bundesgerichtshof bestätigt.