Schon klar, Tünnes und Schäl - zwei legendäre Figuren aus dem Hänneschen-Puppentheater Kölns - dürfen nicht fehlen. Schließlich soll es um Köln gehen. Selbst auf dem großen Friedhof der Domstadt sind sie präsent. Nein, ihre letzte Ruhestätte haben die beiden hier natürlich nicht gefunden. Dem aufmerksamen Spaziergänger werden sie als kleine Figuren am Gedenkstein des außerhalb von Köln kaum bekannten Johann Christoph Winters begegnen.

Winters hatte 1802 das bis heute existierende Hänneschen-Theater gegründet. Die Puppenbühne in der Altstadt gilt als der Ort, an dem das reinste Kölsch gesprochen wird. Den Melaten-Friedhof gab es damals noch nicht. Der verdankt sich, wie so vieles im Rheinland, der französischen Besatzungszeit. "Aus hygienischen Gründen wurde die Bestattung innerhalb der Stadtmauern verboten und der Zuständigkeit der Kirche entzogen", erklärt die Kölner Stadtführerin Sabine González.