Koalitionsoptionen Viele Hürden für Rot-Rot-Grün

Die kommissarische SPD-Chefin Malu Dreyer zeigt sich offen für ein linkes Regierungsbündnis im Bund. Foto: dpa

Es ist schon einigermaßen kühn, wenn Malu Dreyer als kommissarische Drittel-Chefin der 15-Prozent-SPD erklärt, es müsse "Anspruch" ihrer Partei sein, ein Regierungsbündnis anzuführen. Derzeit liegen die Sozialdemokraten mehr als zehn Prozentpunkte hinter den Grünen. Wenn, dann könnten die laut darüber nachdenken, eine Koalition zu führen. Sie jedoch halten sich wohlweislich zurück. Erst recht, wenn es um Rot-Rot-Grün - oder Grün-Rot-Rot - geht. Sie wissen, dass sie damit viele bürgerliche Wähler, die sie in den vergangenen Monaten für sich eingenommen haben, verschrecken könnten, und dass Wahlen in der Mitte gewonnen werden.

Während die Grünen auch noch die Union als potenziellen Partner hätten, bleiben für die SPD nur die Grünen und die Linke als Machtoption jenseits der großen Koalition. Die Linke, deren Chef Bernd Riexinger gerade noch getönt hat, Fluggesellschaften und Energiekonzerne sollten verstaatlicht werden. Mit der Partei will Dreyer das Land regieren? Solche Überlegungen dürften nicht gerade dazu geeignet sein, Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Selbst wenn mit dem nahenden Rückzug Sahra Wagenknechts von der Spitze der Linken-Fraktion ein Hindernis für Rot-Rot-Grün beseitigt sein wird: Es gibt noch viele weitere Hürden.

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