Knapper Erfolg Straubing Spiders ringen Saarland Hurricanes nieder

 Foto: Alex Miazga

Die Straubing Spiders haben ihr erstes Spiel der Saison im "Spidersdome" knapp gegen die Saarland Hurricanes gewonnen.

Es war ein besonderer Nachmittag für die Straubing Spiders – für die Aktiven, die Spieler, Coaches und die Fans. Gut 1000 Zuschauer haben am Sonntag den Weg ins Donausportzentrum Peterswöhrd gefunden und wurden nicht enttäuscht. Es war hochspannend bis zum Schluss, die Mannschaft von Head Coach Samir Farghali hat mit Sicherheit nicht das Schönste Spiel absolviert, aber das ist am Ende dann auch nicht relevant, denn: In den entscheidenden Situationen war man da und hat den selbsternannten Aufstiegsfavoriten auch im zweiten Jahr in die Schranken verwiesen.

Es war alles gemacht für einen großen Football-Nachmittag – zurück im „Spiderdome“, tolles Wetter, gute Stimmung und eben 1000 Zuschauer haben die perfekte Kulisse bereitet, für ein GFL2-Spitzenspiel, in dem vor allem beide Offense-Reihen große Probleme hatten, in das Spiel zu finden. Zum Leidwesen der Fans waren es dann die Saarländer, die mit einem langen Touchdown-Drive die ersten Punkte des Tages aufs Scoreboard brachten. Da lief aber bereits das zweite Viertel. Die Offense, die letzte Woche noch 62 Punkte aufs Board brachte, wirkte in großen Teilen wie gelähmt und scheiterte immer wieder an der aggressiv spielenden Defense der Saarländer. Erst ein Geniestreich des Coaching-Staffs – ein sogenannter „Fake Punt“ brach den Bann für die Offense, mit weniger als 30 Sekunden auf der Uhr in Halbzeit eins war es dann der überragende Alvin Reels der den Ball in die Endzone brachte und zum Pausenstand von 7:7 ausglich.

Kein Rhythmus

Nach der Pause war es dann aber das gleiche Bild – die Angriffsreihen beider Mannschaft wurden immer wieder gestoppt, man brachte einfach keinen Rhythmus auf das Parkett. Die Spannung im Spiderdome war deutlich zu spüren, denn es war klar, in dieser Partie könnte ein Fehler spielentscheidend sein.

Zum Quarterwechsel gelang es den Saarländern dann zu marschieren, sie konnten aber im letzten Moment noch gestoppt werden und man stellte sich zum Field Goal auf. Was dann folgte war pure Ekstase – das Field Goal konnte von der Defense geblockt werden und Eddy Abdullah packte sich das Ei und marschierte über das komplette Field und brachte die Spiders in Führung. Das Stadion glich einem Tollhaus! Es sollte der Auftakt eines unglaublichen Abschluss-Viertels werden.

Die Hurricanes schienen dennoch wenig beeindruckt und brachten das Ei im direkt nächsten Drive in die Endzone. Da die Spiders den PAT nicht verwandeln konnten, die Saarländer dagegen schon, waren die „Roten“ mit 14:13 in Führung. Die Offense der Spinnen wusste: Jetzt oder nie musste es klappen, wenn man diese Partie noch gewinnen wollte. Und sie lieferte ab – Lauf, Pass, Lauf, Pass, die Saarländer schienen nicht mehr in der Lage, dem Willen der Spiders etwas entgegenzusetzen und so war es dann Hadrien Lynda, der von Justin Sottilare bedient wurde zur Führung. Der US-Amerikaner verwandelte die fällige 2-Point-Conversion höchstpersönlich und somit stand es wenige Minuten vor Schluss 21:14 für die Spiders.

Spannung bis zum Schluss

Die Hurricanes versuchten aber weiterhin alles – eine Niederlage würde den Traum des Titels so gut wie endgültig beenden – und wurden dann auch für ihre Anstrengungen belohnt, mit 8 Sekunden auf der Uhr gelang der Touchdown zum 21:20. Überraschenderweise entschieden sich die Coaches der Saarländer nicht für die 2-Point-Conversion, sondern wollten das Unentschieden nehmen. Da hatte aber Sterry Codrington was dagegen – er blockte den PAT und Johannes Zirngibl sicherte den Ball für die Spinnen zum Endstand von 21:20!

Head Coach Samir Farghali war nach der Partie völlig begeistert: „Unglaublich, was meine Mannschaft da heute geleistet hat, es hat vieles nicht geklappt, aber wir blieben die ganze Zeit ruhig und haben alles versucht, bis dann die entscheidenden Punkte geklappt haben. Siegbringend heute waren vor allem unsere Special Teams, die hervorragend gearbeitet und funktioniert haben. Es hat sich hier wieder gezeigt, dass man solche Partien eben nicht nur in Offense oder Defense gewinnt, sondern durch harte Arbeit im Kicking Game.“

 

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