Die Corona-Impfung ist derzeit das beherrschende Thema. Die einen sehen darin den einzigen wirksamen Schutz vor einer Erkrankung, die anderen sehen darin aufgrund der raschen Entwicklungszeit und den möglichen Nebenwirkungen ein Risiko, das sie skeptisch stimmt. Besonders auch Menschen mit schweren Erkrankungen sind oft nicht sicher, ob eine Impfung mit Biontec, Astra oder einem anderen Corona-Impfstoff für sie sinnvoll ist. Wir sprachen über dieses Thema mit Chefarzt Prof. Dr. Walther Kuhn, der am Donau-Isar-Klinikum in Deggendorf zuständig ist für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Herr Professor Kuhn, empfehlen Sie Patientinnen mit akutem Brustkrebs uneingeschränkt eine Corona-Impfung?

Walther Kuhn: Grundsätzlich gehören onkologische Patientinnen und somit auch Brustkrebspatientinnen zu den Hochrisiko-Patientinnen, die prophylaktisch zum Schutz gegen eine Covid-Infektion geimpft werden sollten. Grundsätzlich gilt, dass die Impfung möglichst vor Beginn einer Therapie (operative Therapie, Chemotherapie, Strahlentherapie) erfolgen sollte.

Raten Sie Patienten mit einer laufenden Bestrahlung oder Chemotherapie zu einer Impfung?