Zusammenarbeit der Kliniken Kreisklinik Bogen wird vorübergehend spezielles Covid-19-Zentrum

Die Kreisklinik Bogen soll zu einem speziellen COVID-19-Zentrum für Straubing und den Landkreis werden (Symbolbild). Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa

Die Kreiskliniken in Bogen und Mallersdorf, das Klinikum der Barmherzigen Brüder in Straubing und die Orthopädische Fachklinik in Schwarzach wollen während der Corona-Krise eng zusammen und die Ressourcen bündeln. Die Kreisklinik Bogen soll dabei vorübergehend zu einem speziellen COVID-19-Zentrum werden.

Das Konzept sieht vor, dass die Klinik Bogen schrittweise auf allseitigen Wunsch zur Entlastung der Notfallversorgung in den anderen Kliniken in Stadt und Landkreis zu einem speziellen Covid-19-Zentrum wird. Das teilten die Kliniken und das Landratsamt am Mittwoch mit. Freiwerdende Ressourcen aus der Notfallversorgung, von der die Klinik Bogen temporär entlastet wird, sollen in diese Sonderaufgabe mit einfließen.

Die Verantwortlichen seien sich einig, so das Landratsamt, dass die Klinik Bogen aufgrund ihrer instrumentellen und räumlichen Ausstattung mit insgesamt 23 Monitorplätzen für ein Haus dieser Größenordnung besonders gut für eine gebündelte Covid-19-Patientenversorgung geeignet sei. Nur mit dieser Einteilung sei es den anderen Akutkliniken auch bei steigenden Covid-Patientenzahlen möglich, die Notfallversorgung ihrerseits aufrechtzuerhalten. Diese ist für die Bevölkerung weiterhin gesichert und wird vom Klinikum der Barmherzigen Brüder in Straubing übernommen.

Unterstützung durch Kliniken in Mallersdorf und Schwarzach

Auch die Kreisklinik in Mallersdorf behandelt weiterhin Notfälle im bisherigen Umfang. Parallel werden natürlich auch in Mallersdorf und Straubing entsprechende Bereiche auf Intensiv- und Infektstationen für Covid-19-Patienten bereitgehalten und können bei Bedarf gestuft erweitert werden.

Die Orthopädische Fachklinik in Schwarzach, an der derzeit - wie auch an allen anderen Kliniken - keine elektiven Operationen mehr durchgeführt werden dürfen, beteiligt sich am Gesamtkonzept. Patienten, die nach dringend notwendigen orthopädischen Eingriffen in Straubing und Mallersdorf auf dem Genesungsweg sind, aber noch nicht nach Hause entlassen werden können, sollen dort bis zu ihrer Entlassung aufgenommen werden, um Kapazitäten für die Notfallversorgung der Akutkliniken aufrecht erhalten zu können.

Mit Symptomen nicht direkt ins Krankenhaus fahren

Bei einer möglichen COVID-19-Welle, die für eine Überfüllung der anderen Kliniken sorgt, können zudem Patienten mit abklingenden Coronavirus-Symptomen auf einer Isolierstation zusätzlich aufgenommen werden. Unabhängig davon werden in der Orthopädischen Fachklinik Schwarzach nicht verschiebbare orthopädische und unfallchirurgische Operationen und Therapien weiterhin durchgeführt.

Patienten mit Symptomen sollen auch in Zukunft nicht direkt in ein Krankenhaus gehen, auch nicht in die Kreisklinik Bogen. Erster Ansprechpartner bleiben die Ärzte und die KVB, die über das weitere Vorgehen entscheiden.

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