Klimaaktivisten machen wieder mobil Großdemo von Fridays for Future in Regensburg

Die Klimaaktivisten von "Fridays for Future" veranstalten am 23. September eine Großdemonstration in Regensburg. Foto: Adrian_K.

Es war in den vergangenen Monaten still geworden um "Fridays for Future" (FFF) in Regensburg. Jetzt machen die Klimaaktivisten wieder mobil. Für den 23. September ist eine Großdemonstration in der Domstadt angekündigt. Im Vorfeld haben die Initiatoren den Ton deutlich verschärft, sie prangern unter anderem ein "Totalversagen der Ampelregierung" an.

Hitzewellen in Nordamerika, Europa und Asien oder die jüngsten Überflutungen in Pakistan - "die Auswirkungen der Klimakrise sind präsenter als jemals zuvor", heißt es in einer Stellungnahme von FFF Regensburg. Gerade die Katastrophe in Pakistan sei "ein Ereignis, das die Absurdität der Klimakrise veranschaulicht". Ein Land, das für weniger als ein Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sei, bekomme die Auswirkungen am stärksten zu spüren. Dabei liege die Verantwortung in anderen Teilen der Welt, sie werde "durch Konzerne und Staaten des globalen Nordens verursacht".

Fridays for Future mahnt daher sogenannte "Klima-Ausgleichszahlungen" an. Konkret: "Regierungen im globalen Norden müssen den am stärksten von der Klimakrise Betroffenen einen Ausgleich für bereits entstandene Schäden zahlen sowie Ressourcen für die notwendigen Anpassungen an die Folgen der Klimakrise bereitstellen." Dabei müsse klar sein, so heißt es weiter, "dass diese Zahlungen weder Kredit noch Wohltätigkeit, sondern die Pflicht der größten Verursacherländer sind."

Ein Aktivist von FFF Regensburg erklärt: "Es ist an der Zeit, die Ursachen der Klimakrise zu benennen: Der Kapitalismus, in dem Profit von Großkonzernen über das gute Leben von Individuen gestellt wird. Das reichste eine Prozent verursacht mehr als doppelt so viel CO2 wie die gesamte finanziell ärmere Hälfte der Weltbevölkerung."

In diesem Zusammenhang gehen die Regensburger Klimaaktivisten auch mit den politisch Verantwortlichen in Deutschland hart ins Gericht: "Gerade sehen wir aber, dass fossile Konzerne mit Hilfe der Regierung Rekordeinnahmen machen, während die Menschen unter hohen Energiepreisen leiden. Das unglaublich erfolgreiche 9-Euro-Ticket wird nicht fortgeführt, stattdessen wird Geld in LNG-Terminals investiert." Ein FFF-Vertreter kritisiert: "Klima- und Energiekrise werden von der Ampelregierung systematisch gegeneinander ausgespielt, sodass keine der ergriffenen Maßnahmen ausreichend ist. Wir erleben gerade, wie ein Großteil der Bevölkerung armutsbetroffen wird und wir die Klimakrise weitgehend ignorieren."

In dieser prekären Gemengelage will Fridays for Future den Weg bereiten für "tiefgreifende systemische Veränderungen" und hat die Großdemonstration unter das Motto "People not Profit" gestellt. Beginn ist am Freitag, 23. September, um 16 Uhr am Domplatz.

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