Ein Mensch, eingesperrt in einer Hütte (mit etwas Wald und Wiese drumherum), und draußen irgendwo ein unsichtbarer, nicht zu greifender Feind. Marlen Haushofers Roman "Die Wand", erschienen 1963, zur Zeit des Kalten Krieges also, passt auch perfekt in die Pandemie-Zeit, in der die ganze Welt unfreiwillig zu Hause saß, isoliert von Familie und Freunden, während ein kleines Virus der Menschheit gezeigt hat, wer auf dem Planeten die Hosen anhat.

Das Kleine Theater in Landshut hat mit einer 90-Minuten-Fassung des Romans die Spielzeit eröffnet. Auf der Bühne: Julia Koschitz in einer ihrer raren Theaterrollen. Die Vorstellungen, die bisher angekündigt sind, waren sogleich ausverkauft.