Kirchroth A3 nach Unfall für Stunden gesperrt

Der Lastwagen muss mit einem Kran geborgen werden. Foto: Alexander Auer

Auf der A3 auf Höhe der Ortschaft Pillnach (Gemeinde Kirchroth) ist in Fahrtrichtung Passau kurz nach Mitternacht ein Lastwagen umgekippt. Aufgrund der komplizierten Bergungsarbeiten musste der Autobahnabschnitt bis in die Abendstunden des Dienstags immer wieder zeitweise gesperrt werden.

Laut Polizei kam ein 50-Jähriger aus dem Vogtland gegen 0.20 Uhr aus Unachtsamkeit mit seinem Lastwagen nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei walzte das Fahrzeug etwa 150 Meter Außenschutzplanke nieder, überfuhr eine Notrufsäule und kippte in der circa fünf Meter tiefen Böschung auf die rechte Seite um. Der Fahrer blieb unverletzt.

In der Nacht sperrten die Einsatzkräfte die Fahrspur in Richtung Passau für etwa zwei Stunden, um Reinigungsarbeiten durchzuführen. Zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es nicht. Damit ein Bergeunternehmen aus der Region den Sattelzug mit einem Autokran bergen konnte, mussten die Einsatzkräfte die Fahrspur am Dienstagmorgen erneut sperren.

Nach Beginn der eigentlichen Bergungsarbeiten bei Tagesanbruch wurde zunächst der Sattelzug durch das hinzugezogene Bergeunternehmen mithilfe eines Krans gesichert und auf die Räder gestellt. Ab 10 Uhr mussten dann die rund 23 Tonnen Tierprodukte mit einem Fahrzeug des THW, das mit einem speziellen Greifarm ausgestattet war, in einen anderen Sattelzug umgeladen werden.

Nach erfolgreicher Umschichtung der Ladung konnte ab 15 Uhr mit der eigentlichen Bergung des verunfallten Sattelzuges begonnen werden. Hierzu musste in mehreren Intervallen die A3 in Richtung Passau vollständig gesperrt werden. Diese kurzen Komplettsperrungen führten laut Polizei zur Bildung eines Rückstaus von bis zu sieben Kilometern Länge, der neben der Autobahnpolizei Kirchroth auch durch Streifenbesatzungen der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg abgesichert wurde.

Am späten Nachmittag wurde die Sperre zeitweise aufgehoben, damit der Feierabendverkehr ungehindert fließen konnte. Bis zum endgültigen Abschluss der Arbeiten auf der A3 durch das THW und das Bergeunternehmen war die Fahrtrichtung Passau bis 20.15 Uhr halbseitig gesperrt. Seit 20.30 Uhr ist die A3 wieder frei befahrbar. Mit der Instandsetzung der beschädigten Außenschutzplanken wurde umgehend nach Abschluss der Bergearbeiten begonnen, diese haben bis zum Einbruch der Dunkelheit gedauert. Die Autobahnmeisterei nutzte den Standstreifen im Bereich der Schadenstelle für diese Arbeiten.

Angemerkt werden darf noch, dass sich der Verkehrsdurchfluss an der Einsatzstelle u. a. auch dadurch erschwerte, dass während der Bergungsarbeiten immer wieder Verkehrsteilnehmer aus ihren Fahrzeugen stiegen um das Geschehen besser beobachten zu können. Erst durch den Einsatz weiterer, zusätzlicher Polizeikräfte am Einsatzort konnte eine Verbesserung des Verkehrs und eine Verhaltensänderung bei den Fahrzeugführern erreicht werden.

Über die Höhe des entstandenen Schadens konnte die Polizei vorerst noch nichts sagen.

 

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