Kirche Mehr Frauen in Bayerns katholischen Pfarrgemeinderäten

Kerzen brennen vor dem Sonntagsgottesdienst. Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild

Bei den Pfarrgemeinderatswahlen in den sieben Erzdiözesen und Diözesen in Bayern sind mehr Frauen gewählt worden. Dem Landeskomitee der Katholiken zufolge stieg der Anteil von 62 auf 67 Prozent. Allerdings waren bis Freitag lediglich 92 Prozent der bei der Wahl am vergangenen Sonntag abgegebenen Stimmen ausgezählt. Wann das Endergebnis vorliege, sei noch nicht absehbar, teilte ein Sprecher des Erzbistums München und Freising mit. Möglicherweise müsse die Wahl in einzelnen Gemeinden wiederholt werden.

Dem Auszählungsstand nach hatten 596.502 Gläubige von ihrem Wahlrecht in den Pfarrgemeinden Gebrauch gemacht, was einer Wahlbeteiligung von 12,75 Prozent entspricht. Das bedeute einen Rückgang von 4,78 Prozentpunkten auf bayerischer Ebene gegenüber 2018, teilte das Landeskomitee mit.

Gut 24.400 Mitglieder seien für die nächsten vier Jahre in die neuen Pfarrgemeinderäte gewählt worden - rund 16.450 Frauen und 7960 Männer. Frauen stellten damit bayernweit dort die Mehrheit. Die Frage sei allerdings, warum sich immer weniger Männer eine Mitarbeit im Pfarrgemeinderat vorstellen könnten, hieß es. "Eine Ursachenforschung wäre hier angezeigt."

Der Rückgang der Wahlbeteiligung sei trotz der in den beiden Diözesen Eichstätt sowie München und Freising erstmals erfolgten Online-Wahl "angesichts der schwierigen Lage der katholischen Kirche offensichtlich nicht zu vermeiden" gewesen, resümierte das Landeskomitee. In ländlichen Gemeinden sei die Wahlbeteiligung insgesamt höher als in städtischen Gebieten.

Zudem könnten zahlreiche Umstrukturierungsmaßnahmen in den Diözesen die Motivation von Ehrenamtlichen beeinträchtigen, "wenn sie nicht genügend an diesen Prozessen beteiligt werden", hieß es. in der Folge seien "nicht selten Brüche zu beobachten, die sich sowohl bei der Kandidatensuche als auch beim Versuch bemerkbar machen, Gläubige zur Wahl zu animieren".

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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