Kirche Bischof: Reformationstag Tag der "Freiheit und Zuversicht"

Die Veste Coburg ist von herbstlich gefärbten Bäumen umgeben. Foto: Daniel Vogl/dpa

Die Ideen der Reformation hatten im Süden des heutigen Bayerns keine Chance. Wohl aber in Franken. Coburg und Nürnberg etwa wurden zu bedeutenden Orten in der Geschichte der evangelischen Kirche.

Als einen "Tag der Freiheit" und zugleich Zuversicht hat der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm den bevorstehenden Reformationstag bezeichnet. Am 31. Oktober 1517 hatte der Augustinermönch Martin Luther in Wittenberg seine 95 Thesen veröffentlicht und damit die Reformation sowie die Kirchenspaltung eingeläutet.

Im Verlauf der von Martin Luther ausgelösten Ereignisse hätten die Gläubigen erkannt, dass der Gott der Bibel gnädig, liebevoll und vergebend an den Menschen handele, sagte Bedford-Strohm. "Wir verlassen uns auf den Gott, der schon so oft gezeigt hat, wie er aus dem Bösesten Gutes machen kann."

Bedford-Strohm wird den Reformationstag an diesem Montag (31. Oktober) mit einem Gottesdienst in Coburg in der Morizkirche feiern. Und das ist durchaus ein Ort mit Symbolkraft, predigte hier doch auch der Reformator selbst: Martin Luther traf am Karfreitag des Jahres 1530 in Coburg ein, fünf Monate verbrachte er hier, weil er unter Reichsacht stand. Coburg bot ihm Zuflucht.

Doch nicht nur Coburg spielte in der Geschichte der Reformation eine wichtige Rolle, sondern auch Nürnberg: Als erste Reichsstadt führte die fränkische Stadt die Reformation 1525 offiziell ein. Nürnberg galt als Medienzentrum der damaligen Zeit - reformatorische Schriften wurden hier gedruckt und weiterverbreitet. München dagegen wurde zum Bollwerk der Gegenreformation und eine Bastion des Katholischen.

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