Kelheim Wenn Sanitäter flüchten: BRK-Bereichsleiter im Interview

Stephan Zieglmeier Foto: Zieglmeier

Drogen, Alkohol, psychische Aussetzer: Helfer und Rettungskräfte sind gewaltbereiten Tätern schutzlos ausgeliefert. Die jüngsten Eskalationen ereigneten sich in der Silvesternacht unter anderem in Mainburg (Kreis Kelheim). Ein Vorfall, den BRK-Mann Stephan Zieglmeier hautnah miterlebte. Im Interview erzählt er, was sich vor Ort ereignete und welchen Gefahren Rettungskräfte mittlerweile ausgesetzt sind.

In Wackersdorf (Kreis Schwandorf) beißt ein Randalierer einen Polizisten dienstunfähig. In Mainburg (Kreis Kelheim) müssen Einsatzkräfte vor einem 28-jährigen Betrunkenen in ihre Fahrzeuge flüchten. Doch selbst dann gibt der Mann keine Ruhe. Mit einer Eisenstange drischt er auf ein Notarztauto ein und tritt einem Polizisten mit dem Fuß gegen den Kopf. Davor hatte er seine 29-jährige Ehefrau und den 50-jährigen Hausherrn der Silvesterparty angegriffen. Zurück bleiben vier Verletzte und mehrere Tausend Euro Sachschaden.

Herr Zieglmeier, Sie sind seit 25 Jahren beim Roten Kreuz. Ist Ihnen ein derartiger Fall schon mal untergekommen?

Stephan Zieglmeier: Wir hatten mal eine Messerattacke. Aber es ist selten, dass es so massiv ist.

Was war dieses Mal besonders?

Zieglmeier: Dass es absolut unvermittelt kam. Der Täter ist während der Behandlung aufgewacht, von der Trage aufgesprungen und hat sofort um sich geschlagen. Die Einsatzkräfte konnten nur noch (...)

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Vorfälle, die sich häufen. Vorfälle, die nachdenklich machen. Wenig verwunderlich daher, dass Notärzte und Verbände Konsequenzen fordern.

 

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