Der Landkreis tut es, die Stadt Freising tut es, der Moosburger Stadtrat tut es nicht: Am Montag fand sich in der Stadthalle mit 12:10 Stimmen zwar eine Mehrheit für eine virtuelle Teilnahme an Stadtratssitzungen, aber der Antrag von Digital-Referent Philipp Fincke (FDP) auf Umsetzung der Änderung der Gemeindeordnung bekam eben nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Damit bleibt es dabei: Stadträte müssen auch künftig präsent sein.

"Gewonnen und doch verloren": So hat Fincke unmittelbar nach der Sitzung auf Facebook die Entscheidung kommentiert, über die durchaus kontrovers diskutiert worden war. Auslöser war die Staatsregierung, denn die hatte unter dem Eindruck der Corona-Pandemie am 4. März ein Gesetz zur Änderung der Gemeindeordnung beschlossen, die es den Kommunen ermöglicht, hybride Sitzungen zuzulassen.