Schweben die Grünen im Umfrage-Aufwind mit Annalena Baerbock direkt ins Kanzleramt? Oder folgt dem Höhenflug ein jäher Absturz? Für Matthias Jung, Leiter der Forschungsgruppe Wahlen, ist die Lage vor dem Urnengang in diesem September historisch einmalig. "Die Amtsinhaberin tritt nicht mehr an. Erstmals gibt es nur neue Kandidaten, keiner hat einen Amtsbonus, die Chancen sind viel gleichmäßiger verteilt", sagte er unserer Redaktion.

Eine grüne Kandidatin mit Aussichten, Angela Merkel von der CDU nachzufolgen - das sorge in der medialen Öffentlichkeit für den "Hype des Neuen". So dränge sich der Vergleich mit dem Wirbel vor vier Jahren um den sogenannten "Schulzzug" auf.