Kampf um Teilhabe In der Region fehlen Gebärdensprachdolmetscher

Die Gehörlosen Waldemar Schulz und Brigitte Rothmeier unterhalten sich in der Gebärdensprache. Foto: Miriam Graf

Wenn Gehörlose ungehört bleiben: In Niederbayern sind Gebärdensprachdolmetscher selten - dabei wären sie so wichtig.

Als bei der Familienfeier alle am Tisch lachen, weiß Waldemar Schulz nicht, warum. Er ist taub. Er bittet seine hörenden Eltern um eine Übersetzung. Sie antworten ihm nur: "Ach, das war nicht wichtig." Die Erfahrung ist zwar Jahrzehnte her, doch als Gehörloser wird Schulz immer wieder "beiseitegeschoben". Sein Leben lang kämpft der Bogener um Teilhabe. Dabei ist er oft auf Gebärdensprachdolmetscher angewiesen. Doch die sind auf dem Land rar. In Niederbayern sind nur neun von ihnen tätig.

Gehörlose oder stark schwerhörige Menschen kommunizieren in der Deutschen Gebärdensprache (DGS), eine eigenständige und vollwertige Sprache mit einer eigenen Grammatik. Es ist eine visuelle Sprache, in der neben den Handgesten auch Mimik und Körperhaltung eine wichtige Rolle spielen. Da nur wenige Menschen in Deutschland die DGS beherrschen, brauchen Hörgeschädigte häufig einen Dolmetscher. Ihr Anspruch darauf, beispielsweise für die Kommunikation mit Behörden, Ärzten oder dem Arbeitgeber, ist gesetzlich festgehalten. Die jeweiligen Stellen müssen die Kosten übernehmen.

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